Mediendidaktik Deutsch
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Hauptseminarschein Hörspielproduktion
Hauptseminarschein Hörspielproduktion
von Corinna Wurz, Inka Sontheimer, Corinna Löffler, Eva RolleUnter diesem Link könnt ihr das fertige Hörspiel anhören:
Die Wölfe in den Wänden
Überblick über das Projekt:
Durch das Seminar Mediendidaktik Deutsch sind wir auf die Idee gekommen ein Hörspiel zu produzieren, welches wir uns als Hauptseminarschein anrechnen lassen möchten.Schon jetzt können wir sagen, dass es eine große Herausforderung für uns werden wird, da wir alle Neulinge auf diesem Gebiet sind.
Hier dokumentieren wir unsere einzelnen Planungs- und Durchführungsphasen und somit auch unsere Lernschritte. Dieses Protokoll soll als eine Art Anleitung, für all diejenigen dienen, die selbst ein Hörspiel produzieren möchten. Desweiteren ergänzen wir die Chronologie mit neugelernten typologischen Merkmalsbeschreibungen aus diesem Bereich, die durch die kursive Schriftweise zu erkennen sind. Außerdem ist es unser Anliegen, herauszufinden, inwieweit sich die Produktion eines Hörspiels für den Unterricht eignet.
Planungsphasen:
21. Oktober 2009
In der ersten Sitzung des Seminars 'Mediendidaktik Deutsch' bei Herr Gans, sind wir auf die große Bedeutung der Medien im Bezug auf den heutigen Deutschunterricht aufmerksam geworden. Beim ersten Besuch der begleitenden Moodle-Plattform zum Seminar sind wir dann auf den Themenbereich der akustisch-auditiven Medien gestoßen. Dort haben wir entdeckt, dass es die Möglichkeit gibt, ein Hörspiel zu produzieren und dieses als Hauptseminarschein anrechnen zu lassen. Die praxisorientierten Arbeit war ein wesentlicher Faktor, der unseren Entschluss manifestierte.9. November 2009
Wir informierten uns auf der in Moodle angegebenen Website (http://www.hoerspiel.com/) und fanden dort wichtige Basics für Anfänger wie uns. Unter Anderem gab es dort Informationen zum Schreiben eines Hörspiels, wie man von einer Idee über ein Exposé (schriftliche Zusammenfassung mit Charakteren) zum Manuskript gelangt. Des weiteren erfuhren wir, dass man bei der Auswahl der Sprecher auf zu den Charakteren passende Stimmen achten sollte. Außerdem, dass das Manuskript nicht mit zu viel Musik oder Geräuschen überfrachten werden sollte, die den Hörer ablenken könnten. Zudem erfuhren wir, dass es eine hörspielgerechte Sprache gibt, derer Existenz wir uns ebenfalls nicht bewusst waren. Bevor man sich für einen Sprecher entscheidet, sollte man Sprechproben durchführen, um eine Ähnlichkeit der Stimmen auszuschließen. Denn: Ein Hörspiel lebt von den Stimmen!23. November 2009
Bei einem gemeinsamen Treffen haben wir unser bereits angelesen Wissen in diesem Bereich zusammengetragen und uns eine mögliche Gliederung für die schriftliche Ausarbeitung überlegt, da wir davon ausgingen, dass die Dokumentation des Entstehungsprozesses in Form einer Hausarbeit abgegeben werden sollte. Doch Herr Gans hat uns glücklicherweise auf dieses Wiki verwiesen, da hier der Entstehungsprozess besser zum Ausdruck kommt und von allen eingesehen und nachvollzogen werden kann. Die Gliederung hat sich somit erübrigt.15. Dezemer 2009
Bei einem gemütlichen Beisammensein haben wir erste Sprechproben mit dem Handy aufgenommen. Aufgrund der mangelnden Aufnahmequalität hörten sich die Stimmen sehr ähnlich an. Wir standen vor einem Rätsel. Schnell stand fest, dass wir noch andere (wenn möglich männliche) Sprecher benötigen. Falls sich nun beim Lesen jemand angesprochen fühlen sollte, der melde sich doch bitte bei uns :-)Durch die unprofessionelle Handyaufnahme wurde uns bewusst, dass wir technische Hilfe benötigen und wir suchten die Öffnungszeiten des Medienzentrums der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Internet.
16. Dezember 2009
Der Besuch im Medienzentrum war sehr informativ. Herr Oesterle gab uns glücklicherweise sofort eine kurze Einführung in die technischen Hilfsmittel und machte uns auf einen Workshop im Januar aufmerksam, bei dem eine Einführung in das Programm Audacity stattfinden wird. Außerdem zeigte er uns das Aufnahmegerät der Firma Zoom, das eine differenzierte Aufnahme ermöglicht und verwies uns an den Geräteverleih der Pädagogischen Hochschule, der Montag bis Donnerstag von 12 - 13.30 Uhr geöffnet hat.Nähere Infos sind hier zu finden: http://www.ph-ludwigsburg.de/medienzentrum+M549484c96a0.html
17. Dezember 2009
Wir nahmen uns vor über die Ferien ein Aufnahmegerät auszuleihen, um so Sprechproben durchführen zu können und um uns in dem Programm Audacity zu üben. Als wir jedoch in der Verleihstelle des Medienzentrums ankamen, wurde uns gesagt, dass alle Geräte bereits vergeben sind und wir sie frühestens Mitte Januar nach den Weihnachtsferien ausleihen könnten. Kurzerhand haben wir uns zwei Geräte für den 11. Januar reserviert. Dann kann es also bald losgehen!21. Dezember 2009
Da wir nun alle über die Weihnachtsferien nach Hause gefahren sind (verteilt über Baden-Württemberg und Hessen), ist dieses Wikki für unsere Weiterarbeit an der Planung des Höspiels sehr nützlich. Jeder kann hier seine neuesten Erkenntnisse einstellen und die Anderen können diese ergänzen, wann sie dazu Zeit haben.23. Dezember 2009
Das Programm Audacity lässt sich im Internet kostenlos downloaden und scheint benutzerfreundlich zu sein. Da ich für ein weiteres Projekt einige Liedertitel zusammenschneiden muss, habe ich mir die Zeit genommen mich ein wenig mit Audacity vertraut zu machen. Nach einigem Hin- und Her erwies es sich relativ einfach Audiodateien in das Programm zu importieren und diese dort einzeln auszuschneiden und aneinanderzusetzen, so dass zum Schluss eine Audiodatei entstand. Das Programm ermöglicht es, dass mehrere Geräusche oder Töne in verschiedenen Spuren gleichzeitig ablaufen. Dies ist vor allem bei der Produktion eines Hörspiels von Bedeutung, bei welcher auf diese Weise Hintergrundgeräusche und Sprechakte gleichzeitig ablaufen können.Hier der Link, der zum Download des Programms Audacity führt: http://www.chip.de/downloads/Audacity_13010690.html
12. Januar 2010
Heute haben wir an dem Workshop "Interviews aufnehmen und bearbeiten mit dem kostenlosen Programm Audacity" des Medienzentrums der PH teilgenommen. Katrin May hat uns von 12-13.30 in die Anwendung des Programms eingeführt.Dabei wurde uns gezeigt, wie man Audiodateien in das Programm Audacity importiert und wie man die Aufnahmegeräte an den PC anschließt, wie man davon einzelne Ausschnitte auswählt und diese z.B. zuschneidet. Es wurden uns auch verschiedene Wekzeuge des Programms erläutert, wie z.B. das Auswahlwerkszeug oder das Hüllkurvenwerkzeug mit dem man Töne langsam ausblenden kann. Interessant für unser Projekt war es auch, zu erfahren, wie man mehrere Tonspuren gleichzeitig abspielt und je nach Bedarf z.B. Hintergrundgeräusche leiser einstellen kann.
Sehr hilfreich war auch die Information, wie man Youtube Sounds direkt mit Audacity aufnimmt und somit auch ohne Probleme in die eigene Audiodatei integrieren kann.
Unter anderem wurden uns auch Effekte gezeigt, mit denen man z.B. das Tempo der Audiodatei verändern kann, eine MickyMaus-Stimme erzeugen kann oder wie die Stimme einen Echoklang erhält.
Katrin May gab uns auch einige Links, unter denen man Geräusche aller Art entdeckt, die man sich kostenlos downloaden kann:
http://www.hoerspielbox.de/
http://www.buschfunk.de/
http://www.swr3.de/fun
Hier ein Beispiel für ein von uns verwendetes Soundelement
Nach den eineinhalb Stunden waren wir sehr motiviert und wollten gleich an die Arbeit gehen. Nun musste nur noch ein passendes Kinder- und Jugendbuch gefunden werden, welches uns als Grundlage dient, um unsere neu gewonnenen technischen Kenntnisse in die Tat umsetzen zu können.
Kurzentschlossen gingen wir direkt nach dem Seminar in der Medienwerkstatt in die Bibliotek der PH Ludwigsburg. Wir setzten uns an die freien PCs und fingen mit der Suche nach einem geeigneten Kinder- oder Jugenbuch an.
Im Online Web Pac stießen wir unter anderem auf das Bilderbuch "Neben mir ist noch ein Platz" von dem bekannten Autor Paul Maar sowei auf das Kinderbuch "Kommissar Spaghetti" von Wolfgang Pauls.
Nachdem wir die Bücher in der Bibliothek gefunden hatten, waren wir jedoch nicht zufrieden mit unserer Auswahl. Ließen sich die Szenen vertonen? Gab es genug Effekte und Geräusche, die das Gesprochene untermalen? Ist der Text ansprechend für Jungen und Mädchnen geichermaßen? Viele Fragen mussten wir verneinen und so machten wir uns erneut auf die Suche.
Wir gingen in das AKJ (Arbeitsstelle für Kinder- und Jugenliteratur) und stöberten ein wenig in den Regalen. Folgende Bücher kamen in die nähere Auswahl: "Die wilden Hühner" von Cornelia Funke sowie "Krabat" von Ottfried Preußler.
Da es unser Ziel war eine in sich schlüssige Geschichte zu vertonen und nicht nur eine Szene oder ein Kapitel aus einem Buch, fielen die oben genannten Kinderbücher, aufgrund ihrer vielen Seitenzahlen, weg.
Wir wollten die Suche nach einem gegeigneten Text schon fast aufgeben, als wir das Bilderbuch "Die Wölfe in den Wänden" von Neil Gaisman entdeckten. Das Bilderbuch erschien 2005 im Carlsen Verlag und wurde 2006 in der Sparte Bilderbuch zum Jugendliteraturpreis nominiert.
Buchauswahlkriterien:
Die zahlreichen Bilder und Handlungen erschienen uns schon auf den ersten Blick ideal als Vorlage für unsere Hörspielproduktion. Der Hauptgrund für die Auswahl war die Tatsache, dass Geräusche einen großen Stellenwert in der Haupthandlung einnehmen und somit schon viele Ideen für Geräusche gegeben waren. Und glücklich verließen wir die Bibliothek.Kriterienkatalog
Noch am selben Abend trafen wir uns, um zunächst gemeinsam das ganze Buch durchzuschauen. Schnell stand fest, dass wir, aufgrund der Spannungskurve, den gesamten Handlungsstrang verwenden möchten. Da die Vertonung des ganzen Buchs jedoch den Rahmen sprengen würde, gingen wir gemeinsam Seite für Seite durch und schauten, welche Aspekte wir wegkürzen könnten.
Hier könnt ihr euch unser kurzes Exposé und unsere Beschreibung des Bilderbuchs "Die Wölfe in den Wänden" von Neil Gaiman dowloaden.
Exposé/Beschreibung
In einem nächsten Schritt waren wir uns zunächst unsicher, ob ein Hörspiel lediglich aus wörtlicher Rede besteht, oder ob es, wie in unserer Buchvorlage, auch einen Erzähler geben kann. Nach kurzer Internetrecherche stand für uns fest: Ein Erzähler, wie er auch für unsere Geschichte wichtig ist, ist in Hörspielen üblich.
Produktionsphase
12. Januar 2010
Adaption des literarischen Textes an den Hörer:
Nun ging es los! Wir begannen mit dem Schreiben des Manuskripts. Die Seiten, die wir zuvor als essenziell für den Handlungsstrang markiert hatten, schrieben wir nun hörspielgerecht um.Dabei orientierten wir uns an den Maßstäben [www.hoerspiel.com|der Website], die einen Leitfaden bereitstellt, wie man von der Idee zum Manuskript kommt.
Die wörtlichen Reden der Protagonisten der zuvor markierten Seiten konnten wir meistens ungekürzt übernehmen, die Geschichte, deren Part der Erzähler übernehmen würde, musste an vielen Stellen erneut gekürzt werden.
Außerdem haben wir zwei weitere Protagonisten weggelassen: Zum einen Lucys Stoffschweinchen und zum anderen ihren Bruder, der zwar in der Handlung vorkommt, aber nicht selbst spricht. Dies diente der daraus resultierenden besseren Übersicht.
Zudem achteten wir darauf, kurze und relativ einfache Sätze zu verwenden, so dass der Zuhörer dem Hörspiel leicht folgen kann. Die Äußerungen der einzelnen Personen schrieben wir, wie bei www.hoerspiel.com empfohlen, in eine Tabelle. So konnten wir nachdem wir auf diese Weise alle zuvor markierten Seiten durchgegangen waren, in eine weitere Spalte die dazupassenden Geräusch-Ideen einfügen. Da die oben genannte Website dazu rät, das Hörspiel nicht mit Geräuschen und Musik zu überladen mussten wir uns immer wieder im Zaum halten, da es unwahrscheinlich viele Geräuschideen unsererseits gab. Die Geräusche, für die wir uns letzten Endes entschieden hatten, teilten wir anschließend auf, so dass nun jeder damit beauftragt ist, im Internet nach einigen Geräuschen zu suchen, und dabei auch herauszufinden, welche Geräusche wir selbst noch aufnehmen möchten.
13. Januar 2010
In der heutigen Mediendidaktik-Sitzung ging es um rechtliche Angelegenheiten im Internet. Da wir unser Manuskript, das wir zwar nicht wortwörtlich aus Neil Gaimans Buch "Die Wölfe in den Wänden" übernommen haben, das aber doch stellenweise sehr ähnlich ist, hier in diesem Wiki einstellen wollen, brauchen wir dazu eine Genehmigung. Da wir nicht genau wissen, woher man so eine Genehmigung bekommt und wie man vorgehen muss, haben wir Melanie Gottschalk im Seminar um Rat gefragt. Sie hat uns den Tipp gegeben, einfach zu schauen, von welchem Verlag das Buch ist und dann per E-Mail Kontakt mit dem Verlag aufzunehmen. Dies haben wir bereits getan.
14. Januar 2010
Wir haben eine Antwort-E-Mail vom Carlsen-Verlag erhalten. Darin heißt es, die Rechte lägen nicht beim Carlsen-Verlag. Wir wurden bezüglich der rechtlichen Fragen an eine andere E-Mail-Adresse verwiesen. Wir hoffen auf baldige Antwort.
18. Januar 2010
Heute haben wir nun endlich unsere vorreservierten Zoom-Aufnahmegeräte in der Medienwerkstatt der PH Ludwigsburg ausleihen können. Nach einer kurzen Einführung in die verschiedenen Tasten und Knöpfe, machten wir uns zu Hause erst einmal Vertraut mit den Geräten. Wir installierten die Gerätetreiber und schlossen das USB-, sowie das Stromkabel an.Natürlich mussten wir gleich ausprobieren, wie die Aufnahmen sich anhören und wie man diese von dem Gerät auf die Festplatte lädt und sie anschließend in Audacity bearbeitet. Also machten wir kurzerhand Probeaufnahmen von unseren Stimmen, um herauszufinden, welche unserer Stimmen zu den jeweiligen Rollen des Hörspiels am besten passt. Nach der Rollenverteilung fehlte uns noch eine männliche Stimme für die Vaterrolle. Kurzerhand fanden wir einen Bekannten mit tiefer Stimme, der sich bereit erklärte mit uns die Aufnahme zu machen und in die Rolle des Vaters zu schlüpfen.
Aufgrund der Tonhöhen und der Aussprache sind wir nach dem sogenannten Dispo der Sprecher zu folgender Einteilung gekommen:
- Erzähler -> Eva Rolle
- Lucy -> Inka Sontheimer
- Mutter -> Corinna Löffler
- Vater -> Max vom Hövel
- Wölfe -> Corinna Wurz
Folgende Charaktere haben wir aufgrund des Manuskriptes herausgearbeitet:
- Lucy: ca. 6 Jahre alt; mutiges, selbstbewusstes Mädchen; kindliches Verhalten (hat stets ein Schmusetier bei sich)
- Vater: ca. 40 Jahre alt; sehr musikalisch - hauptberuflich Tuba-spieler; glatzköpfig; dünn; groß; widmet sich mehr seiner Musik, als seiner Familie
- Mutter: ca. 37 Jahre alt; Hausfrau aus Leidenschaft; dünn; markant, unterkühlt; trotzdem mütterlich
Zudem haben wir heute eine E-Mail auf unsere zweite Anfrage bezüglich der rechtlichen Fragen bekommen. In dieser E-Mail heißt es, wir sollten kurz erläutern, wie genau der Text für das Hörspiel bearbeitet wurde, "Es ist jedoch kaum vorstellbar, dass Sie die Zustimmung erhalten, das gesamte Manuskript für jeden zugänglich und damit völlig frei nutzbar ins Netz zustellen.".
Aufgrund dessen verzichten wir nun darauf, unser Mauskript hier Online zu stellen. Es kann aber gern auf persönliche Anfrage eingesehen werden!
19. Januar 2010
Heute haben wir unser Höspiel mit den Zoom-Aufnahmegeräten aufgenommen. Wie uns in der Medienwerkstatt empfohlen wurde, haben wir die Aufnahmen in den Räumlichkeiten aufgenommen, in denen sie spielen sollten, um ein authentisches Klangergebnis zu erhalten. Bei Versprechern oder Räuspern haben wir den Satz einfach nocheinmal gesprochen ohne die Aufnahme zu unterbrechen. So erhielten wir eine einzige Audiodatei, die wir im nächsten Schritt mit Hilfe des USB-Kabels auf unseren PC übertrugen und in Audacity öffneten. Nach einer ersten Hörprobe der gesamten Aufnahme begannen wir zunächst die einzelnen Versprecher, gelegentliches Husten oder Lachen rauszuschneiden, was sich als sehr einfach erwies. Nun begannen wir mit der Geräusch- und Musikuntermalung. Einzelne Stellen mussten lauter, andere leiser gestellt werden. An vielen Stellen mussten wir noch Pausen einfügen, um die Geräusche länger wirken zu lassen. Da wir alle Laien auf diesem Gebiet sind und das erste Mal in dem Workshop mit Audacity gearbeitet haben, benötigt das Vertonen sehr viel Zeit. Deshalb konnten wir heute lediglich bis zu 1.40 Minute vertonen.20. - 25. Januar 2010
In neun weiteren Schritten haben wir in diesen Tagen unser weiteres Manuskript vertont. Wir haben uns immer wieder getroffen und immer wieder neue Geräusche gesucht, um unseren Text passend zu untermalen. Wir haben wir das Projekt mehrmals zwischengespeichert, um sicherzugehen, dass nichts verlorengeht. Zudem haben wir abwechselnd am Computer gearbeitet, damit jede von uns selbst einmal mit Audacity arbeiten und eigene Kenntnisse aus dem Projekt mitnehmen konnte. Es war dabei hilfreich, zu viert zu sein, da jede von uns einmal Ideen liefern konnte, auf die die anderen nicht gekommen wären.
26. Januar 2010
Heute war es endlich soweit! Wir haben unser Hörspiel fertig gestellt! Als alles komplett vertont war, haben wir zur Probe noch einmal das Ganze durchgehört und uns Notizen zu den Stellen gemacht, die wir noch überarbeitungsbedürftig fanden. Anschließend haben wir das Ganze noch optimiert, indem wir an manchen Stellen noch etwas dazugefügt und an anderen etwas herausgeschnitten haben. Als alles perfekt war, haben wir das Hörspiel mit Audacity als .wav-Datei abgespeichert und es anschließend auf eine Audio-CD gebrannt.
Wir haben natürlich noch ein Cover für unsere CD entworfen und zum Schluss noch unsere Wiki-Einträge hier komplettiert.
-Und jetzt ist es endlich fertig und wir freuen uns über unser erstes eigenes und - wie wir finden - sehr gelungenes Hörspiel! :-D
Didaktische Begründung
Bezug zum Bildungsplan Baden-Württemberg 2004
Grundschule
In Klasse 4 fordert Bildungsplan Deutsch im Kompetenzbereich Lesen / Umgang mit Texten:
" Die Schülerinnen und Schüler können...
- verschiedene Medien wie Bücher, Zeitschriften, Hörkassetten, Filme nutzen und daraus Anreize zum
Schreiben, zum Lesen und zum Gestalten eigener Medienbeiträge gewinnen"
Hauptschule
In der 6. Klasse ist im Deutschunterricht ebenfalls im Kompetenzbereich Lesen / Umgang mit Texten folgendes vorgesehen:
" Die Schülerinnen und Schüler können...
– Texte auf verschiedene Art –auch handlungsorientiert– umsetzen: Texte vertonen, Bilder zu Texten
– den Umgang mit Medien im eigenen Alltag beschreiben
Realschule
Auch im Deutschunterricht der Realschule, im Kompetenzbereich Lesen / Umgang mit Texten, ist die Produktion eines Hörspiels verankert:
" Die Schülerinnen und Schüler können
- mit den informations-und kommunikationstechnischen Werkzeugen sicher umgehen und diese
zweckorientiert einsetzen"
Förderschule
Der Deutschunterricht der Grundstufe der Förderschulen Baden-Württembergs sollte folgendes beinhalten:
" Die Schülerinnen und Schüler
- setzen anhand unterschiedlicher Medien Gehörtes in Handlung und Sprache um.
- verstehen Begriffe und erschließen Bedeutungen innerhalb eines situativen, handlungsorientierten -
Kontextes.
- agieren mit Sprachen in unterschiedlichen Sprech-/ Spiel-und Handlungsformen."
Einsatzmöglichkeiten in folgenden Klassenstufen
Eine Hörspielproduktion kann schon mit einer Grundschulklasse stattfinden. Schülerinnen und Schüler ab der 3./ 4. Klasse verfügen durchaus über die Kompetenz einen bekannten Text, in diesem Fall wäre dass das Manuskript, flüssig vorzulesen.
Es ist jedoch zu überlegen, ob man das Programm Audacity verwendet, um das Hörspiel zu schneiden, denn nicht alle Kinder verfügen mit neun Jahren über einen ausreichenden Kenntnisstand über den Umgang mit dem PC.
Alternativ besteht die Möglichkeit die Geräusche direkt mit dem Zoom Aufnahmegerät aufzunehemen. Der betreuende Lehrer muss lediglich Fehler aus der aufegnommenen Audiodatei ausschneiden.
Das fächerübergreifendes Arbeiten bietet sich besonders mir dem Fach Musik an, denn die Kinder können die Geräusche ganz einfach mit Rasseln, Trommeln, einer Tuba usw. selbst produzieren. Der Vorteil liegt dabei an der aktiven TeIlnahme jedes einzelnen Schülers. Die Kinder müssen genau zuhören, damit sie ihren Geräuscheinsatz nicht verpassen und zum richtigen Zeitpunkt anwenden. Ein Hörspielprojekt Kindern stärkt ebenfalls den Klassenzusammenhalt, da alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam an einem Projekt arbeiten.
Eine Hörspielproduktion, wie wir sie durchgeführt haben ,ist jedoch besser für die Sekundarstufe geeignet. Mit zwölf Jhren haben die meisten Schülerinnen und Schüler genug Erfahrungen gesammlt, um mit dem Programm Audacity zu arbeiten. Nach einer Einführung durch den Lehrer können die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ihr Audioaufnahmen schneiden und bearbeiten. Eine Präsentation und die Auszeichnug der besten Arbeit motivieren die Schüler und Schülerinnen sehr. Vor allem Kinder , die in Deustch nicht so gute Notens schreiben, können hier besonders gut andere Kompetenzen zeigen.
Eine Hörspielproduktion ist somit in allen Klssenstufen ab der Klasse 3/4 durchführbar. Auch in den gymnasialen Oberstufen bietet sich im Bereich des kreativen Umgangs mit Texten eine Hörspielproduktion an.
Ziele einer Hörspielproduktion
Ein Hörspielprojekt im Unterricht hat die verschiedensten Ziele und fördert die unterschiedlichsten Kompetenzen:Zum einen unterstützt es die Lesekompetenz der Schüler, da sie sich mit ihrer Lektüre auseinandersetzen müssen und ihre Texte bei der Aufnahme deutlich und korrekt vorlesen sollten.
Zum anderen wird durch eine Hörspielproduktion auch die Lesemotivation der Schüler gesteigert, da diese sich intensiv mit der Lektüre auseinandersetzen und ein Buch von einer anderen Seite kennen lernen. Außerdem kann die Aufnahme eines Textes und den anschließenden Umgang mit der Technik und mit anderen Medien für Kinder und Jugendliche sehr motivierend sein.
Des Weiteren kann durch ein Hörspiel im Unterricht auch die auditive Wahrnehmung der Schüler sensibilisiert werden. Sei es durch Hörverstehensübungen zu einem unbekannten Hörspiel, oder sei es durch die Eigenproduktion eines solchen, welche selbstverständlich auch sensible Ohren fordert.
Außerdem hat eine Hörspielproduktion während des Unterrichts auch das Ziel, die Klassengemeinschaft zu stärken. Durch die Beteiligung der gesamten Schülerschaft, vieler Gruppenarbeitsphasen und gerechter Arbeitsteilung während der Erarbeitung fühlt sich jedes Klassenmitglied als wichtiger Teil des Ganzen. Nur wenn die Klasse zusammenhält, kann ein Hörspiel gelingen.
Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Medienkompetenz, die die Schüler durch solch eine Produktion verbessern. Bei der Aufnahme eines Hörspiels haben die Kinder und Jugendlichen mit verschiedenen Medien wie Aufnahmegeräte und dem PC zu tun. Aber auch die Auseinandersetzung mit dem Internet und einem Programm, wie in unserem Fall „Audacity“, sind notwendig. Sowohl die Suche nach passenden Soundgeräuschen als auch die Suche nach entsprechenden Informationen über Hörspiele im Internet erweitern die Medienkompetenz der Schüler.
[|Text]
Didaktische Überlegungen zu den "Wölfen in den Wänden" als Unterrichtsprojekt:
Das Projekt eignet sich in Abwandelungen für die Primarstufe bzw. Sekundarstufe I, da es technisch sehr anspruchsvoll ist und außerdem für jüngere Schüler eventuell zu gruselig sein könnte. Wir haben eine Unterrichtseinheit skizziert. in der es um die Auseinandersetzung mit dem Buch, der Charaktere. bis hin zur Hörspielaufnahme geht.
Die Überlegungen zum Stundenentwurf, sowie die vorgesehene Klassenstufe können hier eingesehen werden:
Die Unterrichtseinheit: Wölfe in den Wänden
Letzte Änderung von Inka S. am 27.01.2010 um 17:04
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